Umwelt und Schöpfung

  1. Durchgeführte Maßnahmen
  2. Eine ökologische Pfarrei
  3. Unser Motto
  4. Aktionen
  5. Ansprechpartner
  6. Ökologisches Verhalten im Roncallihaus
  7. Beispiele
  8. „Gemüse-Kiste“

Die Pfarrgemeinde St. Joseph hat es sich zur Aufgabe gemacht den Schöpfungs- gedanken in das tägliche Gemeindeleben einzubinden.

Der Arbeitskreis Umwelt und Schöpfung ist deshalb bemüht, Aktionen und Maß- nahmen durchzuführen, die der Schöpfung Gottes förderlich sind. Wir befinden uns auf einem Weg, den wir schon zu einem Teil zurückgelegt haben, wo aber noch eine gewisse Wegstrecke vor uns liegt.

Jeder von uns ist heute in der Lage, unsere Umwelt zu schädigen, und tut dies im Kleinen wie vielleicht im Großen. Gleichwohl müssen wir aber bemüht seinen, etwas für den Erhalt der Schöpfung zu leisten. Hier können viele verschiedene Maßnahmen dazu beitragen, die Situation zu verbessern. Aus diesem Grund entstand der Arbeits- kreis Umwelt und Schöpfung. Da jedoch der Kreis der Aktiven sehr überschaubar ist, wäre es schön, wenn sich noch ein paar Mitstreiter für die gute Sache finden würden.

 

Hier einige Aktionen und Maßnahmen die bereits durchgeführt wurden:
Im Bereich unserer Pfarrgemeinde wurden bereits zwei Fotovoltaikanlageninstalliert. Die erste Anlage befindet sich auf dem Haus des Kindes, die zweite Anlage wurde auf unserem Roncallihaus angebracht.

1. Kinderhaus St. Josef:

– Größe m2
– Leistung kWp
– in Betrieb seit 2007
– bis jetzt eingespeiste Strommenge in kWh: 34.915

2. Roncallihaus:

– Größe m2: 50
– Leistung kWp: 7,2
– in Betrieb seit Dezember 2006
– bis jetzt eingespeiste Strommenge in kWh: 29101

 

Pfarrei St. Joseph eine ökologische Pfarrei

Wir wollen aber auch den Weg zur ökologische Pfarrei einschlagen.
Dabei ist uns wiederum der Energieaspekt besonders wichtig. Wir haben versucht, Bereiche mit hohem Energieverbrauch aufzuspüren und durch entsprechende Maßnahmen Energieeinsparungen zu erzielen.

 

Die nachfolgenden Maßnahmen wurden bereits im Roncallihaus umgesetzt:

 

1. Durchgeführte Maßnahmen:

1.1 Energieeinsparung:

– Einsatz von Energiesparlampen
– Thermische Solaranlagen für die Warmwasserbereitung auf den Dächern

des Roncallihaus und dem Pfarrhaus

1.2. Sanierungsmaßnahmen

– Erneuerung der Fensterflächen im Pfarrhaus;
– Erneuerung der Kirchenheizung bestehend aus einer Gasbrennwertkessel-

anlage und einer Niedertemperatur-Luftheizungsanlage;
– Dämmung des Kirchengewölbes, Dämmstärke ca. 20 cm.

 

2. Geplante Maßnahmen

2.1  Weitere Reduzierung des Energieverbrauchs;

2.2  Weitere Senkung des Wasserverbrauchs, zum Beispiel durch eine Regenwassernutzung für die Bewässerung des Gartens;

2.3  Verwendung von umweltschonenden Putzmitteln;

2.4  Wechsel zu einem Öko-Stromanbieter.

 

Unser Motto „regional – saisonal – ökologisch“

Gleichzeitig gibt es im Roncalli-Haus aber auch eine Menge von Festen und Veran- staltungen die mit Lebensmitteln und anderen Verbrauchsgütern versorgt werden müssen.
Aus diesem Grund setzen wir uns wenn möglich den Leitspruch:

„regional – saisonal – ökologisch“

Ziel soll sein, Lebensmittel für Feste und Veranstaltungen von regionalen Anbietern zu beziehen. Diese regionale Aspekt beinhaltet gleichzeitig, dass die Auswahl der Lebensmittel der jeweiligen Saison entsprechen sollen.
Produkte die nicht aus dem regionalen Bereich bezogen werden können, sollen aus fair gehandelten Quellen stammen.

So wurde in diesem Jahr das Mitarbeiterfest mit biologisch regional erzeugten Produkten versorgt.
Ebenso konnte unser Pfarrfest mit regionalen Produkten durchgeführt werden.

3. Ziel

Die Pfarrgemeinde St. Joseph hat sich als Ziel eine Umwelt- und Betriebs- zertifizierung nach den europäischen Richtlinien EMAS gesetzt.
Der Sinn einer Umweltzertifizierung liegt darin, das Leben in einer Pfarrei bzw. den Betrieb einer Firma, umweltverträglicher zu gestalten und dabei zum Beispiel Energiekosten einzusparen.

Außerdem wird durch die Zertifizierung eine Struktur in der Pfarrei geschaffen, die regelt, wer für welche Bereiche zuständig ist. Damit ist ein kontinuierlicher Ver- besserungsprozess gewährleistet.
Die Umweltzertifizierung ist somit keine einmalige Sache, sondern ein langfristiges Engagement für die Schöpfung Gottes.

 

Aktionen

Im Kirchenjahr finden regelmäßige Aktionen statt, die den Gläubigen unsere Ziele näher bringen sollen. Dabei ist jeder einzelne dazu aufgerufen an den Aktivitäten teilzunehmen oder selbst Vorschläge für weitere Maßnahmen zu unterbreiten.
Dieses sind zum Beispiel:

 

1. Fastenzeit

Aktionen und Informationen für einen einfacheren Lebensstil, zum Beispiel Reduzierung des Energie- und Ressourcenverbrauchs;

 

2. Erntedankfest

Information über Lebensmittelherstellung und Tierhaltung.

Alle Bemühungen des Arbeitskreises laufen letztendlich darauf hinaus, dieSchöpfung Gottes zu bewahren, da diese uns Menschen nur zur Verwaltung und nicht zur Zerstörung übergeben wurde.
Aus diesem Grund wäre es sehr schön, wenn sich weitere Mitstreiter für den Arbeitskreis Umwelt und Schöpfung finden würden.

Der Arbeitskreis „Umwelt & Schöpfung“ existiert seit dem Jahr 2006 und trifft sich monatlich im Roncallihaus.
Alle Interessierte sind herzlich eingeladen.

Ansprechpartner:
Konrad Hecht, Pischetsriederstraße 5, 82327 Tutzing, mobil 0172/8957116

 

Ökologisches Verhalten im Roncallihaus

„Die Bewahrung der Schöpfung ist Teil unserer christlichen Verantwortung in der Welt“.(Leitbild des Pfarrgemeinderates St. Joseph, unterstützt von Hauptamtlichen und Kirchenverwaltung)

Es geht dabei um unser konkretes Verhalten! Deshalb bitten wir
alle Nutzer des Roncallihauses und des Innenhofes die nachfolgenden Ziele zu beachten:

– Die verwendeten Lebensmitteln und Getränken sollen aus der Region stammen, zur Jahreszeit passen und biologisch erzeugt sein; Ausnahme: Fair gehandelte Produkte.

–  Mit Wasser soll überlegt und sorgsam umgegangen werden.

–  Elektrische Energie soll sparsam und bewusst eingesetzt werden.

–  Wärmeenergie soll verantwortlich und nachhaltig verwendet werden.

–  Unnötiger Abfall soll vermieden werden; unvermeidlicher Abfall soll ökologisch möglichst unbedenklich sein und entsorgt werden.

–  Erhaltung, Pflege und Reinigung sollen umweltschonend erfolgen.

–  Vermeidbare Luftverschmutzung bei der Nutzung soll vermieden werden.

(Beispiele nächste Seite)

  • Nichts wird allen möglich sein.
  • Nichts wird immer möglich sein.
  • Aber jedes aufmerksame, achtsame Verhalten
  • ist ein winziger Schritt zur Bewahrung der Schöpfung –es ist das,

was wir tun können!

Für Anregungen und Hinweise sind wir Ihnen dankbar! Hauptamtliche, Kirchenverwaltung und Pfarrgemeinderat von St. Joseph, Tutzing

 

Beispiele:

(„Ideen“ – offen für Korrekturen / Ergänzungen)

Lebensmittel / Getränke
🙂🙁
– Bio-Gemüse aus Oberbayern (saisonal)– Ananas (ganzjährig)
– Milch “ “– Erdbeeren im Winter
– Bio-Obst “ “ (saisonal)– Fleisch im Übermaß
– Fleisch “ “– Weine von anderen Kontinenten
– Kaffee / Tee aus dem Eine-Welt-Laden– Bier aus Norddeutschland
Wasser
🙂🙁
– Hähne in Küche/WC nur kurz aufdrehen– Start nur halb gefüllter Spülmaschine
– Mineralwasser-Reste zum Blumengiessen– Vorwärmen von Kaffeekannen
– Mehrfachnutzung (Tisch- / Bodenreinigung)– Überhöhtes Vorkochen von Kaffee
Elektrische Energie
🙂🙁
– Spülmaschine nach Gebrauch ausschalten– Vorwärmen von Kaffeekannen
– Lichter beim Weggehen löschen (WCs!)– Überhöhtes Vorkochen von Kaffee
Wärmeenergie
🙂🙁
– (Frühe) Meldung ausfallender Termine– Offen-Lassen von Fenstern
– Mitteilung geringeren Wärmebedarfs (Tanz)– Vorwärmen von Kaffeekannen
– Händewaschen mit kaltem/kälteren Wasser– Überhöhtes Vorkochen von Kaffee
Abfall(arten)
🙂🙁
– Papp- / Papierverpackungen– Kunststoffverpackungen
– Mehrweg-, Nachfüllverpackungen– Einwegverpackungen
– Saubere Abfalltrennung
Erhaltung, Pflege und Reinigung
🙂🙁
– Sauber-Halten (Schuhe abtreten/wechseln)– Unnötige Verschmutzung
– Nutzung biol. abbaubarer Reinigungsmittel– Verursachung von Schäden/Ersatzbedarf
Luftverschmutzung
🙂🙁
– Zu Fuß / mit dem Fahrrad kommen– Unnötige Auto-Fahrten (auch Transport)
– Verursachung von Schäden/Ersatzbedarf