Neue Ausstellung: „Im Schöpfungsstrom“

Neue Ausstellung: „Im Schöpfungsstrom“
Mit einer Vernissage am Sonntag, 21. Januar 2018 beginnt wieder eine neue Ausstellung im Roncallihaus. Sie zeigt Bilder in Acryl und Aquarelle von Ernst Reinhold, einem Schauspieler, Maler und  Fotografen, einem Segler und Weltreisenden. Der Künstler ist 1935 in Asch geboren, besuchte die Otto-Falkenberg-Schauspielschule machte Theaterarbeit in München, bekam Hauptrollen im Deutschen Film u.a. – Haie und kleine Fische – Der Pauker – Rommel ruft Kairo. Begann 1960 in Schweden und Stockholm  mit Malerei, sattelte 1963 um zur Photographie und wurde Kameramann und Regieassistent bei Film und Fernsehen. 1971 ging er in den Hochleistungssport Segeln, nahm 1973 an der Weltmeisterschaft in Quiberon, Frankreich, teil und wurde Gewinner des großen Preises der Nationen für Deutschland in der olympischen Bootsklasse Soling. 1974 begann er die Welt zu bereisen und seiner Potographie-Leidenschaft nachzugehen, machte 1976 mehrere alleinige Wüstendurchquerungen in Algerien und Sudan. Seit 1981 ist er sesshaft geworden und eröffnete ein Atelier in München und widmet sich nun allein der Malerei und macht Ausstellungen im In- und Ausland. Anja Altena und Andrea Zistl, selbst beide Künstlerinnen, stellten den Gästen der Vernissage den Künstler vor. Beide sind als Künstlerinnen in therapeutischer Richtung tätig und mit dem Künstler schon lange freundschaftlich verbunden. Ernst Reinhold hat sie in ihren Bann gezogen als Künstler und Mensch. Sie bewundern seine Weisheit, die nicht angelernt ist, sondern tief aus seinem inneren erlebten Erfahrungsschatz herrührt. Seine Zeit in Schweden hat ihn zur Kunst gebracht. Er erlebte dort eine andere Welt, hier war er nicht bekannt und nicht so im Focus der Öffentlichkeit. Hier konnte er sich  zurückziehen und alles andere war nicht mehr wichtig. Später kam ihm dann die Idee mit den Weltreisen. Beeindruckt hat ihn seine Reise durch den Sudan mit einem Unimog 404, ganz allein auf sich gestellt, weil ein Freund kurzfristig abgesprungen ist. Hier hat er die Dramaturgie erlebt, wer und was ihn führt. 100 Tage in der Wüste, davon 60 ganz allein, das verändert einen Menschen. Plötzlich konnte er seine Aura schwingen hören in dieser menschenfeindlichen Landschaft und spüren, dass er etwas großartiges ist, unauslöschlich und unzerstörbar. Bei einer seiner nächsten Reisen nach Mauretanien ist seine Kunst mit einem Mal immer weniger gegenständlich geworden. Er fand mit den archaischen Schriftzeichen seine eigene Sprache. Zum Titel der Ausstellung „im Schöpfungsstrom“ sagte er, der Schöpfungsstrom ist etwas, das sich ausbreitet von A nach B und gleichzeitig  Unendlichkeit ausdrückt. Jedes Bild ist ein Schnittpunkt der Unendlichkeit zu einem Augenblick in der Zeit. Es birgt die Signatur eines Ortes und Momentes gleichzeitig in sich. Die Bilder im blauen Zimmer befassen sich mit dem Thema „Klang“. Die Bilder haben sehr viel mit Licht und Klang zu tun von den Orten, an denen sie entstanden sind. Ernst Reinhold hat in seinen Werken eine unverwechselbare Handschrift hinterlassen. Gönnen Sie sich Zeit die Ausstellung anzusehen, zu erfühlen und spüren Sie, ob sie mit dieser Kunst in Resonanz trefen können.
Die Ausstellung ist zu sehen bis zum 25. Februar 2018 zu den Öffnungszeiten des Roncallihauses.