Wenn 51 Kinder gemeinsam mit 27 motivierten Betreuerinnen und Betreuern zwischen 15 und 27 Jahren aufs Rad steigen, ist eines sicher: Es wird bunt, fröhlich und voller unvergesslicher Erlebnisse. Vom 2. bis 6. August war die Radlfreizeit der Pfarrei St. Joseph Tutzing wieder im Fünfseenland unterwegs. Organisiert und geleitet wurde die Freizeit von Pastoralreferent Stefan Petry und seinem engagierten Team.
Der Startschuss fiel am Sonntag nach dem Reisesegen durch Pfarrer Peter Seidel. Als besonderes Geschenk erhielt jede und jeder der 78 Teilnehmenden ein Segensarmband mit der Aufschrift: „Behütet. Geliebt. Gesegnet. Gott begleitet DICH!“ – das perfekte Abenteuer-Accessoire für die bevorstehenden Tage.
Die erste Etappe führte nach Weilheim zur Pfarrkirche St. Pölten. Bei hochsommerlichen 37 Grad kam der Nachmittag am Dietlhofer See mit Picknick, Schwimmen und Kennenlernspielen gerade recht. Am nächsten Tag ging es über Dießen nach Utting. Unterwegs sorgte der Badestopp am Ammersee für Erfrischung, bevor die Kinder begeistert das große Kletter-Piratenschiff in Utting enterten.
Am dritten Tag führte die Route weiter nach Weßling. Ein ausgedehnter Aufenthalt am Wörthsee bot wieder reichlich Gelegenheit zum Baden, Spielen und Entspannen. Überhaupt meinte es das Wetter die ganze Woche über gut mit der Radltruppe: Bis auf den letzten Freizeittag herrschte bestes Sommerwetter mit viel Sonnenschein und hochsommerlichen Temperaturen.
Der vierte Tag war radlfrei – zumindest fast. Statt aufs Fahrrad stieg die Gruppe überraschend in den Bus und machte einen Ausflug in den Skyline Park im Allgäu. Dass dieser Ausflug überhaupt stattfinden konnte, war alles andere als selbstverständlich. Wegen des derzeit eingerichteten Schienenersatzverkehrs zwischen Weßling und München drohte der Tagesausflug zunächst zu scheitern. Das Busunternehmen Heinz Sprenzel aus Bernbeuren sprang jedoch kurzfristig ein und stellte der Gruppe spontan zwei Busse zu einem stark vergünstigten Preis zur Verfügung. Die Freude bei den Kindern war riesig, und auch die Verantwortlichen waren über diese unkomplizierte Hilfe außerordentlich erleichtert und dankbar. Achterbahnen, Wasserbahnen und viele weitere Attraktionen sorgten anschließend für jede Menge Adrenalin. Ein Kind brachte den Tag mit einem Lächeln auf den Punkt: „Ich wusste nicht, dass man so viel schreien und trotzdem lachen kann!“
Am letzten Freizeittag zeigte sich das Wetter erstmals von seiner regnerischen Seite. Eigentlich war eine Pause am Maisinger See geplant. Kurzerhand durfte die Gruppe jedoch im Casino der Bundeswehr auf dem Gelände der General-Fellgiebel-Kaserne in Maising Unterschlupf finden. Dort konnten alle trocken picknicken – eine Gastfreundschaft, für die die Gruppe sehr dankbar war.
Den krönenden Abschluss bildete die gemeinsame Rückkehr nach Tutzing. Als geschlossene Radlgruppe rollten die 78 Teilnehmerinnen und Teilnehmer in den Brunnenhof ein, wo sie von ihren Familien mit Applaus empfangen wurden. Die Freude über die gelungene Woche war allen anzusehen.
Nicht nur die vielen Ausflüge und Spiele machten die Radlfreizeit zu etwas Besonderem. Vor allem die Gemeinschaft, die besonders gestalteten Abendgebete, das gegenseitige Miteinander und das große Engagement der ehrenamtlichen Betreuerinnen und Betreuer machten die Woche für viele Kinder zu einem unvergesslichen Ferienerlebnis. Schon jetzt ist die Vorfreude auf die Radlfreizeit im nächsten Jahr groß.
