Organisiert vom Alpenverein Sektion Tutzing e.V. machten sich am 19. September 2026 wieder viele Bergliebhaber auf den Weg zur Tutzinger Hütte. Die einen übernachteten und erwarteten die Gottesdienstbesucher bereits nach dem Frühstück auf der Hütte, die anderen machten sich früh auf den Weg und erkämpften sich die Hütte zu Fuß und ein großer Teil ließ sich mit dem Bus vom Bahnhof bis zur Materialseilbahn hinauffahren um dann noch die Serpentinen zu erklimmen und ebenfalls mal wieder einen herrlichen Bergtag an dieser für die Tutzinger besonderen Hütte zu verbringen.
Pfarrer Seidel feierte an der schönen Kapelle vor dieser beeindruckenden Felswand einen ganz besonderen Gottesdienst. In seiner Predigt nahm er die Kulisse in den Blick. Wer auf der Terrasse der Tutzinger Hütte zur gewaltigen Nordwand der Benediktenwand hinaufschaut, erkennt, wie klein die eigenen Sorgen angesichts dieser jahrtausendealten, unbeirrbaren Natur werden. Die Berge lehren uns Vertrauen, Demut und Staunen: Wir müssen nicht immer leisten oder alles im Griff haben, sondern dürfen innehalten, den Weg Schritt für Schritt gehen und darauf vertrauen, dass nach dem Nebel wieder die Sonne kommt. So ist auch der Glaube – manchmal beschwerlich und voller Umwege, aber getragen vom Vertrauen auf Gott und die Menschen, die mit uns unterwegs sind.
Musikalisch umrahmt wurde der Gottesdienst von Musikerinnen und Musikern des Pollinger Musikvereins.
Ein paar Wanderer erklommen noch den Gipfel und die Hüttenwirte legten sich für alle Hungrigen kulinarisch ins Zeug und so konnte sich dann am Nachmittag jeder Gast seelisch gestärkt, zufrieden, satt und voller bewegender Eindrücke wieder auf den Weg ins Tal machen.

