Ein Segen für Tutzing

Ein Segen für Tutzing

Die neue Ausstellung im Roncallihaus Tutzing befasst sich mit der Geschichte des Klosters der Missions-Benediktinerinnen. Pfarrer Peter Brummer dankte Brigitte Grande, der Kulturreferentin der Gemeinde Tutzing, dass sie auf die Idee kam, das Kloster durch eine Ausstellung in den Blick zu nehmen. Die Ausstellung war ein paar Wochen in der Gemeinde Tutzing zu sehen und ist jetzt bis zum Dreikönigstag im Roncallihaus stationiert, damit noch mehr Menschen in den Genuss dieser interessanten Zusammenfassung der Geschichte des Tutzinger Klosters kommen. Brigitte Grande sprach in ihrer Eröffnungsrede, dass der Ort Tutzing ohne Schwestern gar nicht zu denken wäre. Die Ausstellung erzählt von Empathie und Solidarität, von Fürsorge und Verantwortung. Tutzing hat dem Kloster viele selbstverständliche Einrichtungen zu verdanken, so haben die Schwestern 1891 den ersten Kindergarten gegründet, eine Realschule, die bis heute einen hervorragenden Ruf genießt und als Mädchen-Lyzeum im Jahr 1905 gegründet wurde, die Ambulante Krankenpflege, die 1921 als ambulates Hilfssystem für pflegebedürftige Menschen ins Leben gerufen wurde und 1945 ein Krankenhaus. Die Schwestern waren „ein Segen für Tutzing“ und deshalb wurde auch dieser Titel gewählt. Die Ausstellung ist gegliedert in 3 Kapitel, die sich mit der Geschichte, mit der weltweiten Missionsarbeit und der Ordensregel des Hl. Benedikt, die Grundlage des gesellschaftlichen Engagements der Schwestern ist. Es war ihr ein Herzensanliegen, eine große Freude und eine große Ehre, die Ausstellung zu konzipieren, so Grande, denn „Füreinander da sein“ ist ein hohes Gut in einer Gesellschaft, und diese Leistung sollten wir deutlich machen und wertschätzen. Die beiden Vertreterinnen des Klosters, Sr. Athanasia, die lange Zeit in Südafrika gelebt hat und Sr. Chantal, die in Korea stationiert war, erzählten, was für sie die klösterliche Gemeinschaft in ihrem Leben bedeutet und Pfarrer Brummer dankte den Schwestern für den Segen und die reichlichen Früchte, die sie über Tutzing und in die weite Welt gebracht haben, Tutzing hat durch das Kloster auch ein geistig gutes Klima, so Brummer.