Bei überraschend schönem Wetter feierte die Pfarrei St. Joseph in Tutzing das Fronleichnamsfest mit rund 250 Gläubigen. Der festliche Gottesdienst in der Pfarrkirche St. Joseph wurde von Pfarrer Peter Seidel zelebriert.
In seiner Predigt stellte er die Botschaft des Fronleichnamsfestes in den Mittelpunkt: In einer Welt, in der oft Sichtbarkeit, Leistung und Erfolg zählen, komme Christus im einfachen Brot zu den Menschen. Brot sei etwas Schlichtes, Teilbares und zum Austeilen bestimmt. Nicht die Leistung des Menschen stehe für Gott im Vordergrund, sondern der Mensch selbst. Pfarrer Seidel fragte die Gottesdienstbesucher: „Wonach hungert dein Herz?“ – nach Trost, Anerkennung, Liebe oder einem Wort, das trägt. Angesichts der vielen belastenden Nachrichten, der Gewalt gegen Menschen und der Unsicherheit in der Welt brauche es die Kirche und den Glauben als Quelle der Hoffnung und Orientierung.
Nach dem feierlichen Gottesdienst zog die Prozession mit den Fahnenabordnungen, der Tutzinger Gilde, den Ministrantinnen und Ministranten sowie zahlreichen Gläubigen begleitet von der Blaskapelle aus Haunshofen zu den vier Altären im Ort. Die erste Station war am Krankenhaus, wo für die Kranken sowie für Pflegekräfte und Ärzte gebetet wurde. Am Kinderhaus St. Josef standen die Kinder und Jugendlichen Tutzings im Mittelpunkt der Fürbitten. Nach der Station an der Mariensäule bei der Evangelischen Akademie zogen die Gläubigen weiter zum Rathaus, wo für die Ökumene und die Verantwortungsträgern in Politik und Gesellschaft gebetet wurde.
Mit dem sakramentalen Segen in der Pfarrkirche fand die Fronleichnamsfeier ihren feierlichen Abschluss. Anschließend waren alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer zu Weißwürsten und Brezen in den Brunnenhof eingeladen, wo die Gemeinde noch einige Zeit in geselliger Atmosphäre zusammenblieb.







