6. Lichterkette für den Frieden

6. Lichterkette für den Frieden

Unter dem Titel „Einigkeit und Recht und Freiheit“ stand die diesjährige Lichterkette der Gemeinde Tutzing am 27. Januar 2020. Pfarrer Brummer konnte über 200 Menschen begrüßen die sich vor St. Joseph versammelt hatten, um für den Frieden im Kleinen und im Großen zu demonstrieren. Eindrucksvoll wurde diese Kundgebung von den Kindern der Grundschule zusammen mit den St. Joseph-Bläsern mit der Nationalhymne eröffnet. Über diese drei Werte unserer Nationalhymne dachte Udo Hahn, Direktor der Evangelischen Akademie Tutzing, in seiner Eröffnungsansprache nach. Ganz oben steht die Freiheit in dieser bewegten Zeit. Und nannte die Revolution in der DDR und die Gefangenschaft im Vernichtungslager Auschwitz, dessen Befreiung sich auf diesen Tag genau zum 75. mal jährte. Zur Freiheit gehört Verantwortung, so Hahn, und jeder Mensch muss für sein Handeln Verantwortung übernehmen. Er zitierte den Dichter Matthias Claudius, der es so formulierte: „Die Freiheit besteht darin, dass man alles das tun kann, was einem anderen nicht schadet.“ Diese Verantwortung weitete Hahn dann auf die Klimadebatte aus. Zum Schluss seiner Rede bekräftigte er , dass es Freiheit und Demokratie nur zusammen gibt. „Die Medien, die Justiz und auch die Zivilgesellschaft – also wir alle – garantieren, dass unsere Demokratie Freiheit gewährt: Dass dies auch in Zukunft so bleibt, dafür müssen wir gemeinsam eintreten!“ so Hahn.

Die Kinder der Realschule fragten die Anwesenden mit einem Lied, ob sie aus ihren Fehlern nichts gelernt haben. Dann ging es weiter zur Evangelischen Kirche, wo der Chor „Käthe“ die Menschen mit dem Lied „Selig seid ihr“ empfing. Es folgte ein Statement von Pfarrerin Beate Frankenberger  zu „Recht, Gerechtigkeit“ und die Mittelschule erzählte eine Geschichte, dass jeder „Recht“ anders empfindet und es nicht so einfach ist, alles richtig zu machen. 

Unter dem Glockengeläut der beiden Kirchen setzte sich die Kundgebung fort in Richtung Rathaus, wo  Schüler des Gymnasiums den Song “This Land is your Land” mit der versammelten Menschenmenge sangen. Schülersprecher der Realschule sagten persönliche Worte zu Einigkeit, Recht, Freiheit und die Blue Notes sangen das Lied „When you believe“. Die Tutzinger Bürgermeisterin Marlene Greinwald hatte das Abschlusswort und legte sehr emotional dar, wie wichtig ihr persönlich das Thema Friede und Gerechtigkeit ist. 

Es folgte die Einladung ins Roncallihaus, wo die Finnisage der Ausstellung „Menschenrechte“ von Pro Asyl durch den ökumenischen Unterstützerkreis stattfand. Bei heißem Tee und Brot konnten sich die Teilnehmenden aufwärmen und ins Gespräch kommen.