Mit einem feierlichen Gottesdienst begann am Sonntag, dem 11. Januar 2026, der Neujahrsempfang der Pfarrgemeinde St. Joseph Tutzing am Fest der Taufe Jesu. In seiner Predigt stellte der Pfarrer Peter Seidel das Thema der persönlichen Berufung in den Mittelpunkt. Jeder Mensch sei von Gott beim Namen gerufen, von Anfang an in schöpferischer Liebe gewollt, einzigartig und mit besonderen Gaben ausgestattet. Auftrag aller sei es, diesen „göttlichen Samen“, wie es bereits das Zweite Vatikanische Konzil betont, zur Entfaltung zu bringen – überall dort, wo wir leben, arbeiten und wirken.
Dies war der richtige Übergang zur Pfarrgemeinderatswahl am 1. März 2026. In diesem Gremium kann jeder Einzelne seine Talente einbringen. Unter dem Motto „Gemeinsam gestalten – das gefällt mir“ rief er zur Kandidatur und zur aktiven Beteiligung auf. Da einige langjährige Mitglieder ausscheiden, werden engagierte Kandidatinnen und Kandidaten gesucht. Vorschläge können über eine Box in der Kirche eingereicht werden. Zugleich dankte er der vor zwei Jahren gewählten Kirchenverwaltung für ihre lebendige und engagierte Arbeit.
Nach dem Gottesdienst lud die Pfarrgemeinde zum Neujahrsempfang ins Roncallihaus ein. Der Pfarrer freute sich über die rege Teilnahme, der Kinderchor unter der Leitung von Katrin Knauer-Blaich sorgte für die musikalische Gestaltung. Die Kirchenpflegerin Assunta von Mitschke-Collande informierte über die finanzielle Situation, freute sich über die Spendenbereitschaft der Tutzinger, wies darauf hin, dass in diesem Jahr Renovierungsarbeiten an der Kirche St. Joseph erforderlich seien und dankte dem gesamten Team, der Hausmeisterin, dem Mesnerteam sowie den vielen Ehrenamtlichen, die Kirche und Gemeindehaus mit großem Einsatz betreuen.
Die Vorsitzenden des Pfarrgemeinderates Waltraud Brod und Rita Niedermaier blickten auf die Ereignisse der vergangenen vier Jahre zurück und warben nochmals für eine Beteiligung an der kommenden Wahl. Ein filmischer Jahresrückblick des Pastoralreferenten Stefan Petry zeigte eindrucksvoll das vielfältige Gemeindeleben, insbesondere die sehr erfreuliche Arbeit mit 80 bis 100 Jugendlichen im Ministrantenteam und in den wöchentlichen Gruppenstunden.
Zum Abschluss dankten die Vorsitzenden den Hauptamtlichen, dem engagierten und für Neues offenen Pfarrer sowie den zahlreichen Ehrenamtlichen. Nach 24 Jahren in Leitungsfunktionen verabschiedeten sie sich mit bewegten Worten.
Grußworte wurden gesprochen von Beate Frankenberger, der Pfarrerin der evangelischen Schwestergemeinde, Sr. Rachel Feller, der Priorin des Klosters der Missionsbenediktinerinnen von Tutzing, Landrat Stefan Frey und Bürgermeister Ludwig Horn.
Zahlreiche Gäste aus Kirche und Öffentlichkeit unterstrichen die Bedeutung des Neujahrsempfangs. Mit dem gemeinsamen Segen endete die Veranstaltung, verbunden mit dem Wunsch nach einem guten Nachhauseweg und herzlichem Dank für die Teilnahme.
