Unter dem Leitwort „Da geht uns SEIN Licht auf!“ stand in diesem Jahr der Weihnachtspfarrbrief unserer Pfarrgemeinde. Der Heilige Abend in unserer festlich geschmückten „Weihnachtskirche“ mit dem Altarbild von Tiepolo ist jedes Jahr etwas ganz Besonderes: Vier Weihnachtsbäume und die Heilige Familie in der Mitte ließen Herzen aufgehen – Weihnachten konnte beginnen.
Bereits zwei Stunden zuvor versammelten sich viele Familien zur Kindermette. Ein liebevoll gestaltetes Weihnachtsspiel und der Kinderchor sorgten für eine stimmungsvolle musikalische Umrahmung.
In seiner Weihnachtspredigt erinnerte Pfarrer Peter Seidel daran, dass mit dem Läuten der Glocken das Fest der Geburt Christi beginnt: Gott kommt zur Welt – als Ursprung und Inbegriff des Lebens. Die Geburt Jesu ist Freude über alles Lebendige und zugleich Protest gegen alles, was Leben zerstört. Der Blick auf die Krippe zeigt: Kein romantischer Beginn, sondern ein Kind, klein und auf Liebe angewiesen. Leben ist Geschenk, nicht Leistung. Jesus ist unser Bruder geworden, damit wir ihm ähnlich werden.
Angesichts einer von Gewalt und Krieg zerrissenen Welt rief der Pfarrer zum Gebet für alle Leidenden auf. Unsere Aufgabe sei es, uns immer am Kind in der Krippe zu orientieren: Jeder Mensch ist unantastbar und besitzt Würde – auch Gescheiterte, Opfer und Verwundete. Diese Lichtspur, die vor 2000 Jahren begann, soll durch unsere Worte und Taten neu aufleuchten und die Welt friedvoll und lebenswert machen.
Die Orgel gestaltete den Gottesdienst feierlich, die Christmette um 23 Uhr wurde vom Kirchenchor mit weihnachtlichen Liedern getragen. Am ersten Feiertag erklang im Festgottesdienst die Kempter-Messe, am Stephanustag sangen die Blue Notes fröhliche internationale Weihnachtslieder.
Pfarrer Seidel zeigte sich dankbar für die rege Teilnahme an allen Gottesdiensten und dankte herzlich allen Mitwirkenden – den Musikerinnen und Musikern, Ministranten sowie dem Mesner und seinen Helfern – für die gelungene Gestaltung dieser gesegneten Weihnachtstage.


